‘REACH’ EU-Chemikalienverordnung

Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe gemäß Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 (REACH = Registration, Evaluation and Authorisation of CHemical Substances)

Am 1. Juni 2007 trat die Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 des europäischen Parlaments und des Rates über die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) in Kraft. Zur Umsetzung und Kontrolle von REACH wurde die europäische Agentur ECHA (European Chemicals Agency) für chemische Stoffe mit Sitz in Helsinki/Finnland eingerichtet.

Im Gegensatz zur europäischen Richtlinie 2002/95/EG zur Restriction of Harzadous Substances (RoHS) gilt REACH für einen weitaus größeren Bereich der Industrie. Zweck der Verordnung ist die Sicherstellung eines hohen Schutzniveaus für die menschliche Gesundheit und für die Umwelt. Darin eingeschlossen ist die Förderung alternativer Beurteilungsmethoden von Gefahren, die von Stoffen ausgehen können.

Hersteller und Importeure von Stoffen müssen nach den REACH-Bestimmungen alle Daten beschaffen, die zur Beurteilung der von ihnen erzeugten oder importierten Stoffe notwendig sind. Darüber hinaus müssen sie überzeugend darstellen, dass ihre Stoffe für alle identifizierten Verwendungen sicher zu handhaben sind und damit schädliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit oder die Umwelt vermieden werden können. Je Stoff, der ab einer Menge von einer Tonne pro Jahr und Hersteller/ Importeur hergestellt bzw. importiert wird, ist eine Registrierung notwendig. Diese erfolgt an der ECHA. Der Umfang der beizubringenden Daten richtet sich vorrangig nach der Menge des Stoffes, ergänzend aber auch nach seinen gefährlichen Eigenschaften.

Insgesamt wird mit rund 30.000 Registrierungen gerechnet bis alle derzeit hergestellten und importierten registrierungspflichtigen Chemikalien erfasst sind. Im Zuge einer Registrierung prüft die ECHA anhand der Angaben im Registrierungsdossier, ob noch weitere Analysen durchgeführt werden müssen.